
Ein Stück Lisa
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Warum Selbsthass keine Lösung ist
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Essen ist für mich nie einfach nur Essen. Es ist Nähe, Vertrautheit, manchmal Trostspender und oft auch meine Sprache der Liebe. Besonders wenn die Kinder mal nicht da sind und mein Mann und ich gemeinsam in Ruhe essen können, ist das für mich ein stiller, intensiver Moment. Diese kleinen Auszeiten am Esstisch bedeuten mir viel – sie geben Halt, schaffen Verbindung und Ruhe. Doch so schön diese Momente auch sind, sie haben manchmal einen Beigeschmack. Denn da ist auch dieses Ungleichgewicht in mir – zwischen Überangebot und Überforderung, zwischen Genuss und Kontrolle. Ich merke, dass mir die Balance fehlt. Mein Kopf kennt nur Schwarz oder Weiß: entweder esse ich, um zu leben, oder ich lebe, um zu essen. Diese Grauzone dazwischen – das bewusste Genießen ohne Druck – ist noch nicht richtig greifbar für mich. Aber ich spüre, dass sie existiert. Und ich lerne, sie anzunehmen.
Ich möchte nicht zehn Läden abklappern, nur um ein einziges Rezept umzusetzen. Ich möchte unkompliziert kochen – mit Zutaten, die ich kenne, liebe und die leicht zu bekommen sind. Denn Essen soll nicht stressen, sondern nähren – im besten Sinne. Vielleicht machen Foodtrends das Auge satt. Aber meine Rezepte sollen das Herz satt machen. Und das Wohlbefinden gleich mit.
Meine Wohlfühlküche ist nicht nur Essen. Sie ist ein Gefühl. Eine Einladung, es sich gutgehen zu lassen – ohne Druck, ohne Schnickschnack. Sie ist wie ein Urlaub für die Seele. Und sie beginnt bei dir zu Hause, mit dem ersten Bissen.







